"St. Bartholomäus" in Gackenbach

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"St. Bartholomäus" 

Der Altarraum

Nelson-Orgel

Göckel - Orgel von 1999

 

Disposition der Nelson-Orgel

 Great Organ  C-c’’’’

 Large Open Diapason 

 Small Open Diapason 

 Hohlflute 

 Dulciana  

 Principal  

 Waldflute 

 Fifteenth  

 Mixture 4 ranks

 Double trumpet  16’

 Trumpet 

 Clairon 

 Oboe 

 Swell Organ  C-c’’’’

 Open Diapason 

 Lieblich Gedackt 

 Viol d’Orchestra 

 Voix Celeste

 Salicet 

 Cornopean  8'

 Double trumpet  16’

 Trumpet 

 Clairon 

 Pedal Organ  C-f’

 Contra Bourdon  32’

 Bourdon  16’

 Bass Flute

 Contra Trumpet  32’

 Double trumpet  16’

 Trumpet 

 Clairon  4'

 

 

 

 

 Couplers

 Swell Octave

 Swell to Pedals

 Swell to Great

 Great to Pedals

 Tremulant

 

 

 

 

 

 

 Disposition der Göckel - Orgel

 I. Manual  C - a'''
 Hauptwerk Grand-Orgue
 II. Manual   C - a'''
 
 Bourdon
 Montre
 Flute harmonique *
 Bourdon
 Prestant
 Doublette
 Plein jeu 3-fach
 Trompette
16'
8'
8'
8'
4'
2'
2'
8'
 Flute harmonique *
 Gamba
 Voix céleste
 Flute octaviante
 Octavin
 Cornett 3-fach
 Basson Hautbois
 - Tremulant 
    für beide Manuale -
8'
8'
8'
4'
2'
2 2/3'
8'

 * = Wechselschleife von Manual II  * = Wechselschleife
 Pedal C - f  Koppeln
 Flute
 Subbass  *
 Octave  *
 Bourdon  *
 Bombarde
 Trompette  *
16'
16'
  8'
  8'
16'
  8'
 II - I
 I - Pedal
 II - Pedal


 * = Transmission aus Manual I



Manual I und II stehen in einem gemeinsamen Schwellkasten, außer 
- Montre 8'
- Flute 16' und
- Bombarde 16'

 

Zur Klanggestaltung und Disposition der Orgel

 

Die Disposition der Orgel, erbaut 1999, aus der Werkstatt von Karl Göckel entspricht im wesentlichen dem charakteristischen Orgeltypus, der seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders in den Kathedralen Frankreichs verwirklicht wurde.

 

Ging man anfangs in Gackenbach von einer Orgelgröße von 30 Registern aus (die alte Orgel hatte 28 Register) - was das Raumvolumen eigentlich fordert - so musste man im Laufe der Planungszeit erkennen, dass aus finanziellen Erwägungen nur eine Orgel mit maximal 16 Registern zu realisieren war.

 

Bei der konzeptionellen Gestaltung, der Disponierung, Mensuration und Intonation wurde daher von Anfang an die Klangästhetik des berühmten französischen Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll ins Auge gefasst, der mit relativ wenig Registern die großen Räume der französischen Kathedralen mit Orgelklängen zu füllen vermochte. Damit steht diese Orgel in reizvollem Gegensatz zur Göckel-Orgel in der Pfarrkirche zu Holler, die - passend zur Kirche - in ihrem Klangkonzept mehr auf die Musik der Barockzeit ausgerichtet ist.

 

Somit ist die Gackenbacher Orgel in ihrer romantisierenden Klangsubstanz ein Instrument, das zunächst im grundtönigen Bereich der Labiale mit besonders reichen Nuancierungsmöglichkeiten ausgestattet ist. Alle Zungenstimmen weisen französische Konstruktionen nach Cavaillé-Coll (siehe unten) auf. Diese Disposition ermöglicht in gewissem Umfang die authentische Wiedergabe der französischen Orgelliteratur der romantischen Periode (Vierne, Dupré, Widor u.a.). Sie ist somit im Westerwald und im Bistum Limburg eine Besonderheit.

 

gackenbach_wegkreuz.JPG (47950 Byte), (c)-dw-Aristide Cavaillé-Coll
 französischer Orgelbauer, *ÿMontpellier am 4. Februar 1811,  Paris am 13. Oktober 1899. Er war bedeutendster französischer Orgelbaumeister der letzten hundert Jahre. Seine Werke, unter anderem in Paris die Orgeln von Saint-Denis, Sainte-Madeleine, Saint-Sulpice, machten auf  Grund ihrer technischen und klanglichen Neuerungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den sinfonischen Stil des französischen Orgelspiels möglich.

(c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2002

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